Ölpreise trotzen kurzfristig weiterem Verfall
Die aktuelle Lage auf dem Ölmarkt zeigt sich stabiler, nachdem die Preise am Mittwoch nur minimale Veränderungen verzeichneten. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember notiert bei 62,42 US-Dollar, was einem geringfügigen Anstieg um drei Cent im Vergleich zum Vortag entspricht. Auch der Preis für die US-Sorte WTI mit Auslieferung im November verzeichnete mit einem Plus von sieben Cent auf 58,77 US-Dollar eine leichte Erholung.
Zuvor hatten die Ölpreise einen Dämpfer erhalten, als die Internationale Energieagentur (IEA) eine neue Prognose veröffentlichte. Der Bericht deutet auf ein Überangebot von nahezu 4 Millionen Barrel pro Tag im kommenden Jahr hin, ein Überschuss, der erheblich über den vorherigen Einschätzungen liegt und den Preisdruck weiter erhöht.
Seit Ende September sind die Ölpreise insgesamt rückläufig. Der Wert von Brent-Öl aus der Nordsee ist in dieser Zeit um etwa acht Dollar pro Barrel gesunken. Verschärft wurde die Situation zusätzlich durch neue Entwicklungen im Handelskonflikt zwischen den USA und China, die die Sorge um eine mögliche Angebotsflut weiter befeuerten und den Markt belasteten.

