Ölpreise steigen leicht – Handelskonflikte als Unsicherheitsfaktor
Die jüngste Entwicklung an den Rohstoffmärkten zeigt einen leichten Anstieg der Ölpreise. So kletterte der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli auf 61,47 US-Dollar, indem er um 35 Cent im Vergleich zum Vortag zulegte. Parallel dazu erhöhte sich der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im Juni um 40 Cent, sodass er nun bei 58,47 US-Dollar notiert.
Getrübt wird die Stimmung jedoch nach wie vor von der Zollpolitik der USA unter Präsident Donald Trump. Es bleibt dabei, dass Trump eine drastische Zollerhöhung von 145 Prozent auf chinesische Waren, die vor den anstehenden Gesprächen mit Peking am Wochenende in Kraft treten soll, beibehalten will. Im Handelsstreit zwischen den beiden Wirtschaftsnationen sind zwar Gespräche auf hohem Niveau vorgesehen, doch die Auswirkungen bleiben ungewiss.
Dennoch gibt es zarte Anzeichen für Hoffnung: Trump hatte für Donnerstag eine Pressekonferenz angesetzt, um ein "bedeutendes" Handelsabkommen mit einem "großen und hoch angesehenen Land" zu verkünden. Die renommierte "New York Times" berichtete unter Berufung auf informierte Kreise, dass wohl Großbritannien der besagte Handelspartner sei. Der Handelskonflikt mit China bleibt jedoch weiterhin von entscheidender Bedeutung für die globale Wirtschaft und den Ölpreis.
Eine zusätzliche Belastung der Ölpreise ergibt sich aus dem gegenwärtig hohen Rohölangebot. Der Opec+-Verbund hat seine Fördermengen jüngst schneller erhöht, als von vielen Marktteilnehmern erwartet. Marktexperten gehen zudem davon aus, dass die Fördermengen in naher Zukunft weiter ausgeweitet werden könnten.

