Ölpreise stagnieren nach Trump-Rhetorikwechsel
Die Ölpreise haben sich zur Wochenmitte kaum verändert und setzten damit die stabile Entwicklung der letzten Tage fort. Nachdem die Preise am Dienstag sprunghaft angestiegen waren, verzeichneten sie nun lediglich moderate Zugewinne.
Ein Fass der Nordseesorte Brent für die Lieferung im November kostete dabei 67,96 US-Dollar, was einem Anstieg von 33 Cent gegenüber dem Vortag entspricht. Parallel dazu erhöhte sich der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI um 30 Cent auf 63,71 Dollar. Am Vortag hatten die Notierungen nach einem deutlichen Sprung um mehr als einen Dollar pro Barrel für Aufsehen gesorgt.
Hintergrund dieser Bewegung war die veränderte Rhetorik von US-Präsident Donald Trump in der Russlandpolitik, insbesondere in Hinblick auf den Ukraine-Konflikt. In dieser Woche kritisierte Trump den Kreml scharf für dessen mangelnde Verhandlungsbereitschaft und die wiederholten Verletzungen des Nato-Luftraums.
Analysten spekulieren nun über eine mögliche Neuausrichtung der US-Sanktionspolitik gegenüber Moskau, die erhebliche Auswirkungen auf die russische Ölindustrie haben könnten. Eine Verstärkung der Sanktionen könnte russische Ölexporte empfindlich beschneiden, was sich wiederum auf die globalen Energiemärkte auswirken würde.

