Ölpreise setzen vorsichtigen Aufwärtstrend fort
Die Ölpreise entwickelten sich zum Wochenbeginn leicht nach oben und knüpften damit an die jüngsten Erhöhungen an. Die Zuwächse blieben jedoch moderat. Für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli wurden 64,99 US-Dollar gezahlt, was einem Anstieg von 21 Cent gegenüber Freitag entspricht. Auch der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI verzeichnete einen minimalen Anstieg um 17 Cent auf 61,70 Dollar.
Die Marktteilnehmer reagieren auf Anzeichen einer Entspannung im Zollkonflikt zwischen den USA und der Europäischen Union, die die Befürchtungen hinsichtlich der Auswirkungen des Handelsstreits milderten. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt angedrohte Zölle auf EU-Importe vorerst auf Eis gelegt und auf Anfang Juli verschoben.
Der Wochenauftakt am Ölmarkt gestaltete sich insgesamt ereignisarm. Erwähnenswerte Konjunkturdaten, die den Markt hätten beeinflussen können, standen nicht auf der Agenda. Hinzu kommt ein Feiertag in den USA, der größere Impulse im Handelsverlauf unwahrscheinlich machte.
Dennoch bleibt die Förderpolitik des Opec+-Verbundes im Blickpunkt der Anleger. Rohstoffexperte Warren Patterson von der ING Bank erwartet, dass das Kartell sein Angebot deutlich steigern wird, um den Markt in der zweiten Jahreshälfte ausreichend zu versorgen. Berichten zufolge könnte ab Juli eine weitere Anhebung der Fördermengen erfolgen, was die Ölpreise jüngst unter Druck gesetzt hatte.

