Ölpreise im Aufwind: Markt reagiert auf Opec+ Maßnahmen
Am Dienstag erlebten die Ölpreise eine deutliche Erholung, nachdem sie zuletzt durch die Förderpolitik der Opec+ belastet worden waren. Der Preis für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent zur Juli-Auslieferung kletterte am Nachmittag auf 61,67 Dollar, was einem Anstieg von 1,43 Dollar gegenüber dem Vorabend entspricht. Auch die US-Sorte WTI verzeichnete im Juni-Kontrakt mit einem Plus von 1,44 Dollar auf 58,57 Dollar einen signifikanten Zuwachs. Händler sprachen von einer Korrektur zu den zuletzt als überzogen eingestuften Preisabschlägen.
Die Preissteigerung kommt, während der von Saudi-Arabien und Russland geführte Ölverbund Opec+ seine Ölförderung um 411.000 Barrel pro Tag anheben will – das zweite Mal in Folge innerhalb weniger Monate. Hintergrund dieser Entscheidung könnte die Unzufriedenheit Saudi-Arabiens über die unzureichende Umsetzung der vorherigen Produktionskürzungen bei Ländern wie Kasachstan und Irak sein, die trotz Absprachen mehr gefördert haben, als erlaubt. Diese ergriffenen Maßnahmen hatten allerdings zuvor kaum die Öffentlichkeit überrascht, was zur Erholung der Ölpreise beitrug.
Trotz dieser kurzfristigen Kurskorrektur setzt sich der seit einiger Zeit anhaltende Abwärtstrend bei den Ölpreisen aufgrund globalwirtschaftlicher Bedenken fort. Die unsichere Weltwirtschaftslage, insbesondere bedingt durch die unvorhersehbare Zollpolitik der US-Administration unter Präsident Donald Trump, sorgt für anhaltende Nervosität am Markt. Noch im Januar lag der Preis für Brent-Öl über der Marke von 80 Dollar – ein Wert, der heute in weiter Ferne scheint.

