Ölpreis-Turbulenzen: Zwischen Aufwind aus China und US-Handelsflaute
Der Ölmarkt zeigte sich zu Wochenbeginn leicht erholt, mit einem leichten Anstieg der Preise für Rohöl. Ein Barrel der Sorte Brent aus der Nordsee wurde zuletzt für 70,83 US-Dollar gehandelt, was einem Plus von 27 Cent gegenüber dem Freitag entspricht. Auch der Preis für die US-Sorte WTI stieg um 23 Cent auf 67,40 US-Dollar.
Verstärkung erfuhr der Markt durch positive Wirtschaftssignale aus China. Sowohl die Einzelhandelsumsätze als auch die Industrieproduktion verzeichneten einen stärkeren Anstieg als erwartet. Diese Entwicklungen stützen die Nachfrage nach Rohöl und gaben den Preisen Auftrieb.
Unterdessen setzen die USA ihre Militäraktionen gegen die Huthi-Miliz im Jemen fort. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth unterstrich die Bedeutung der Angriffe als Botschaft an die Huthi und den Iran. Trotz der fortgesetzten Auseinandersetzungen ist ein Ende der Angriffe nicht in Sicht, da die Huthis bisher kein Einlenken gezeigt haben.
Jedoch belasteten schwache US-Einzelhandelszahlen die anfängliche Preissteigerung erneut. Der private Konsum, ein wesentlicher Faktor für die Rohölnachfrage, fiel schwächer aus und führte dazu, dass die Ölpreise einen Teil ihrer Gewinne wieder abgaben.
Goldman Sachs änderte daraufhin seine Brent-Preisprognose nach unten, verwies auf die potenziellen Gefahren der US-Zollpolitik für das globale Wirtschaftswachstum und sah in der geplanten Erhöhung der Fördermenge durch Opec+ ein zusätzliches Risiko für sinkende Ölpreise.

