Ölmarkt reagiert verhalten auf EU-US-Zollabkommen
Die Ölpreise haben sich zum Wochenstart leicht nach oben bewegt, nachdem die Europäische Union und die USA ein Zollabkommen verkündet hatten. Ein Barrel der Nordseesorte Brent, das im September geliefert wird, notierte bei 68,73 US-Dollar – ein Anstieg um 29 Cent im Vergleich zum Freitag. Auch der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI legte um 23 Cent zu und erreichte damit einen Wert von 65,39 Dollar.
Die Einigung zur Deeskalation des monatelangen Zollstreits zwischen der EU und den USA gelang knapp vor Ablauf der von Donald Trump gesetzten Frist zum ersten August. Die Reaktionen an den Ölmärkten blieben dennoch verhalten, da weiterhin entscheidende Abkommen mit China und anderen Ländern ausstehen.
Ein potenzielles Handelsabkommen zwischen den USA und China könnte positiv auf das globale Wirtschaftswachstum und damit die Ölnachfrage wirken. Am heutigen Montag und Dienstag treffen US-Finanzminister Scott Bessent und führende chinesische Vertreter in Stockholm zusammen, um entsprechende Gespräche zu führen.
Gleichzeitig richtet sich die Aufmerksamkeit der Finanzmärkte auf die Aktivitäten des OPEC+-Verbunds. Ein dafür eingesetzter Ausschuss bewertet am Montag die aktuelle Marktlage. Am Sonntag wird schließlich über die Fördermengen für den kommenden September entschieden, wobei eine weitere Erhöhung als wahrscheinlich gilt.

