Ohrpiercings – das müssen Sie über den Schmuck für die Ohren wissen

Körperschmuck ist viel mehr als ein modisches Accessoire. Er kann ein politisches Statement setzen oder als Repräsentation der eigenen Persönlichkeit fungieren. Vor allem die Ohren werden in den letzten Jahren immer beliebter für Piercings. Position und Form sind dabei von herausragender Bedeutung für die Ästhetik und das gesundheitliche Wohlbefinden. Im folgenden Artikel haben wir Informationen rund um das Thema Ohrpiercing zusammengetragen. Wenn Sie also auch mit dem Gedanken spielen, Ihre Ohren optisch aufzupeppen, dann lesen Sie weiter.
Von Helix bis Conch: Welche Arten von Ohrpiercings gibt es?
Seit einiger Zeit kursiert die Bezeichnung “Curated Ear” in der Beautywelt. Darunter versteht man die perfekte Anordnung verschiedener Ohrpiercings. Es gibt allerdings kein festgelegtes Ideal, sondern die individuellen Vorlieben zählen. Sowohl Stars und Sternchen als auch das Mädchen von nebenan legen sich ordentlich ins Zeug, um die ultimative Zusammenstellung zu entdecken. Dabei kommt es natürlich auf die Form der unterschiedlichen Piercings an, doch noch viel entscheidender ist die Position. Wir geben Euch einen Überblick:
Lobe - der Klassiker
Der exotische Name steht schlicht und einfach für das herkömmliche Ohrloch, das schon seit Jahrhunderten bekannt und beliebt ist. Mittlerweile werden jedoch mehrere Löcher entlang des Ohrläppchens platziert. Man spricht dann auch von Upper Lobes.
Helix - der Piercing für Einsteiger
Das typische Piercing für Anfänger ist der Helix. Er wird durch das Knorpelgewebe des Ohres gestochen und kann sich an der Innen- oder Außenseite des Ohrmuschelrands befinden. Auch an diesen Stellen können mehrere Piercings platziert werden. Für das optimale Curated Ear sind sie ein absolutes Must-Have!
Rook, Daith, Snug, Tragus und Conch - die Exoten
Währenddessen der Daith am Übergang des Ohrmuschelrands zur Ohrmuschel sitzt, werden Rook, Snug und Conch direkt auf die Ohrmuschel gestochen. Der Tragus ziert den Knopelknubbel des Ohres. Es werden für diese Arten gerne Stecker in verschiedenen Formen und Größen verwendet. Der Conch ist hingegen oftmals ein Ring, der den Ohrmuschelrand umarmt und dem Ohr somit einen besonderen Charme verleiht.
Diese Risiken sollten Sie kennen
Im Gegensatz zu den Lobes wird bei den anderen Ohrpiercings das empfindliche Knorpelgewebe des Ohres durchstochen. Rötungen und Schwellungen sind eine völlig normale Schutzreaktion des Körpers. Allerdings kann es auch zu Entzündungen kommen. Sollten sich die Beschwerden des Piercings nach einigen Tagen nicht gelegt haben, ist ein Arztbesuch unverzichtbar! Dieser kann Ihnen geeignete Medikamente und Salben verschreiben, um die Entzündung zu heilen. Bei schweren Fällen kann es außerdem auch vorkommen, dass das Piercing entfernt werden muss. Der Körper nimmt den Ohrschmuck nämlich als Fremdkörper wahr, der ausgestoßen werden muss. Es ist also nicht abwegig, dass Ihr Körper Ihnen einen Strich durch die Rechnung macht.
Jedes Piercing birgt allerdings unterschiedliche Gefahren. In Fachzeitschriften und im Internet können Sie detaillierte Informationen zu den Herausforderungen beim Stechen finden. Der Artikel über Schmerzen und Risiken beim Helix Piercing vom flesh-tunnel-shop ist besonders informativ und hilfreich.
So pflegen Sie Ihren Ohrpiercing richtig
Piercings - egal an welcher Stelle - benötigen viel Aufmerksamkeit und Zuwendung. Vor allem nach dem Stechen sind die Löcher extrem empfindlich und müssen gehegt und gepflegt werden. In den ersten Tagen ist es strengstens verboten, das Piercing zu berühren. Der Aberglaube, dass die Stecker ständig gedreht werden müssen, um das Zuwachsen zu vermeiden, ist Schwachsinn und hochgefährlich. Wer den Löchern keine Zeit zum Verheilen gibt, riskiert eine Infektion. Versuchen Sie also Ihre Löcher in den ersten Tagen so gut es geht zu schützen. Das schließt auch den Kontakt mit Wasser ein.
Beim Piercer, aber auch in Drogerien und im Online Handel können Pflegemittel und Desinfektionssprays erstanden werden. Diese müssen mit der Hilfe eines Wattestäbchens vorsichtig auf die Wunde aufgetragen werden. Nach sechs Wochen ca. Sollte der Heilungsprozess abgeschlossen sein und man muss die Ohren nicht mehr mit Samthandschuhen anfassen. Eine regelmäßige Reinigung der Ohrpiercings wird trotzdem dringend empfohlen.

