Ölpreise stabilisieren sich trotz geopolitischer Spannungen

Die Ölpreise haben am Dienstag einen leichten Anstieg verzeichnet. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar wurde zu einem Preis von 62,15 US-Dollar gehandelt, was einem Zuwachs von 21 Cent im Vergleich zum Vortag entspricht. Parallel dazu erhöhte sich der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI um 26 Cent und erreichte 58,24 Dollar. Insgesamt bewegten sich die Ölnotierungen in einem eher ruhigen Handel innerhalb enger Grenzen.
Spannung erzeugte die verspätete Veröffentlichung der wöchentlichen US-Ölreserve-Daten in der Nacht zum Dienstag. Überraschenderweise stiegen die Lagerbestände an Rohöl leicht um 0,4 Millionen Barrel an, während Analysten einen Rückgang erwartet hatten. Trotz dieser Abweichung von den Prognosen blieben größere Preisbewegungen aus.
Im Fokus der Anleger am Ölmarkt stehen derzeit vor allem geopolitische Risiken. Insbesondere der eskalierende Konflikt zwischen den USA und dem Opec-Mitglied Venezuela wirft seine Schatten voraus. Die Präsenz zahlreicher US-Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge vor der Küste des südamerikanischen Landes verstärkt die Spannungen.
Rohstoffexperten von Qisheng Futures aus China betonen, dass diese geopolitische Risiken das Problem des bestehenden Ölüberangebots 'weitgehend abgeschwächt' haben. Zusätzlich könnten auch die Entwicklungen im Ukraine-Krieg die Ölpreise auf ihrem aktuellen Niveau halten.

