Ölmarkt im Fokus: IEA hebt Nachfrageprognose an, warnt vor Überangebot
Die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihre Prognosen für die Ölnachfrage überraschend nach oben korrigiert. Angesichts einer sich stabilisierenden Weltwirtschaft erwartet die IEA nun ein tägliches Wachstum der Nachfrage um 930.000 Barrel. Dies stellt eine Erhöhung um 70.000 Barrel gegenüber der vorherigen Vorhersage dar.
Besondere Treiber dieser Entwicklung sind die verstärkte Nachfrage der petrochemischen Industrie und ein verstärkter globaler Konsum. Für das Jahr 2026 wird ein Durchschnitt von etwa 105 Millionen Barrel pro Tag prognostiziert. Trotz dieser positiven Nachfragekurve bleibt das Überangebot auf dem Markt ein kritisches Thema, da im Dezember ein Angebot von über 107 Millionen Barrel pro Tag verzeichnet wurde.
Sollten keine bedeutenden Produktionsstörungen auftreten und die OPEC+ ihre derzeitige Förderstrategie beibehalten, ist mit einer weiteren Erhöhung des Angebots um 2,5 Millionen Barrel pro Tag bis 2026 zu rechnen. Die IEA hatte in vorangegangenen Berichten wiederholt vor einem fortwährenden Überangebot gewarnt, das unter anderem auf die Rücknahme von Förderkürzungen durch die OPEC+ sowie gestiegene Produktionsmengen außerhalb dieses Kartells zurückzuführen ist.

