Nvidia: Herausforderungen bei neuen Blackwell-Chips führen zu Auftragsverschiebungen
Der führende Hersteller von AI-Chips, Nvidia, steht aktuell vor unerwarteten Herausforderungen mit seinen neuesten Blackwell-Racks. Berichten zufolge haben Überhitzungsprobleme dazu geführt, dass bedeutende Kunden ihre Bestellungen verschieben. Dies hat am Montag zu einem Rückgang der Aktienkurse des Unternehmens um mehr als 4% im frühen Handel geführt.
Parallel dazu hat die US-Regierung angekündigt, die Exporte von AI-Chips und -Technologien weiter einzuschränken, was potenziell einen weiteren Dämpfer für Nvidias Absatz bedeuten könnte. Die ersten Lieferungen der Blackwell-Racks, die in Datenzentren verwendet werden, zeigten technische Probleme, insbesondere bei der Verbindung zwischen den Chips.
Größere Kunden wie Microsoft, Amazons Cloud-Sparte, Alphabet's Google und Meta Platforms haben laut dem Bericht die Bestellungen der Blackwell GB200 Racks reduziert. Weder Nvidia noch die genannten Unternehmen gaben umgehend eine Stellungnahme ab.
Die sogenannten Hyperscaler hatten demnach Aufträge in Höhe von jeweils 10 Milliarden Dollar oder mehr platziert. Einige Kunden erwägen nun, auf spätere Versionen der Racks zu warten oder in Erwägung zu ziehen, ältere AI-Chips des Unternehmens zu erwerben.
Microsoft plante ursprünglich, die GB200 Racks mit mindestens 50.000 Blackwell-Chips in einem seiner Standorte in Phoenix zu installieren. Aufgrund der Verzögerungen hat OpenAI jedoch Microsoft gebeten, auf die ältere Generation der Nvidia-Hopper-Chips zurückzugreifen.
Unklar ist, wie sich die Kürzungen der Bestellungen auf die Verkäufe von Nvidia auswirken werden, da es möglicherweise andere Interessenten für die derzeitigen GB200-Server-Racks gibt. Dennoch zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich, sein Umsatzziel im vierten fiskalischen Quartal zu übertreffen, wie CEO Jensen Huang im November anmerkte.
Bereits früher hatte er Berichte über anfängliche Probleme bei einem Vorzeigeserver mit Flüssigkühlung dementiert.

