Novo Nordisk kürzt massiv Stellen und richtet sich strategisch neu aus
Der dänische Pharmariese Novo Nordisk hat angekündigt, rund 9.000 Stellen, das entspricht 11,5% der Gesamtbelegschaft, abzubauen. Ein Großteil dieser Stellen, etwa 5.000, wird in Dänemark gestrichen. Diese Maßnahme ist Teil einer umfassenden „Transformation“, die darauf abzielt, die Unternehmensstruktur zu vereinfachen, Entscheidungsprozesse zu beschleunigen und Ressourcen gezielt in das wachsende Geschäft mit Diabetes- und Adipositas-Medikamenten zu investieren.
Laut CEO Mike Doustdar steht das Unternehmen vor einem sich wandelnden Marktumfeld, insbesondere im Bereich der Adipositas, das zunehmend wettbewerbsintensiv und konsumgesteuert wird. Um darauf zu reagieren, betont Doustdar, müsse Novo Nordisk eine leistungsorientiertere Kultur etablieren, seine Ressourcen effizienter einsetzen und Investitionen dort priorisieren, wo sie den größten Einfluss haben – insbesondere in den führenden Therapiebereichen des Unternehmens.
Der Stellenabbau soll bis Ende 2026 jährliche Kosteneinsparungen von etwa 8 Milliarden Dänische Krone (ca. 1,25 Milliarden US-Dollar) erzielen. Parallel dazu rechnet Novo Nordisk jedoch mit Restrukturierungskosten von ebenfalls 8 Milliarden Dänische Krone für das laufende Jahr. Die Prognose für das operative Ergebnis wurde infolgedessen auf ein Wachstum von 4% bis 10% reduziert, nachdem vorher noch ein Anstieg von 10% bis 16% erwartet wurde.
Interessanterweise stiegen die an der US-Börse notierten Aktien von Novo Nordisk kürzlich um etwa 2%, obwohl der Kurs im Jahresverlauf etwa ein Drittel seines Werts verloren hat. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass Konkurrenten wie Eli Lilly ihren Marktanteil im Bereich Diabetes- und Adipositas-Behandlungen ausgebaut haben.

