Novartis vor tiefgreifendem Wandel: Stellenabbau und Innovationstransformation
Der global tätige Pharmariese Novartis kündigt einen umfangreichen Umbau an seinem Standort im schweizerischen Stein an, der tiefgreifende Veränderungen mit sich bringt. Die Produktion von Tabletten, Kapseln sowie die Verpackung steriler Arzneimittel wird dort bis Ende 2027 eingestellt. Gepaart mit einer verstärkten Automatisierung der Prozesse, könnte dies zu einer Reduktion von bis zu 550 Festanstellungen führen. Damit steht Novartis vor einer Herkulesaufgabe, die Wettbewerbsfähigkeit der Produktion in der Schweiz zu wahren und gleichzeitig in zukunftsweisende Fertigungstechnologien zu investieren.
Novartis bleibt jedoch nicht untätig und verspricht, im Zuge der geplanten Umstrukturierungen umfangreiche Unterstützungsangebote bereitzustellen und einen erweiterten Sozialplan in Kraft zu setzen, der den betroffenen Mitarbeitern Übergänge erleichtern soll. Trotz der anstehenden Herausforderungen soll die Transformation unter dem Vorbehalt von Konsultationen erfolgen, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen.
Während am Standort Stein der Rotstift angesetzt wird, leuchten in Schweizerhalle bei Basel die Zukunftsperspektiven heller. Novartis investiert hier kräftig in die Produktion von sogenannten siRNA, kleinsten RNA-Molekülen, und plant, bis Ende 2028 rund 80 neue Vollzeitstellen zu schaffen. Eine Investition von beachtlichen 80 Millionen US-Dollar unterstreicht das Engagement des Unternehmens in diesem innovativen Bereich, der die Forschung und Entwicklung der nächsten Generation von Arzneimitteln maßgeblich beeinflussen soll.

