Nothing wagt den Schritt in die Unabhängigkeit: CMF wird eigenständige Tochtergesellschaft
Das Londoner Hardware-Startup Nothing plant, seine preisgünstige Marke CMF in eine unabhängige Tochtergesellschaft zu transformieren. Der Fokus des Unternehmens liegt dabei auf Indien, das als zentrale Drehscheibe für Produktion und Forschung sowie Entwicklung fungieren soll.
Seit Einführung von CMF im Jahr 2023, damals mit der Präsentation von Ohrhörern und einer Smartwatch, hat Nothing das Sortiment um Smartphones erweitert. Um die Fertigungskapazitäten zu stärken, geht das Unternehmen eine strategische Partnerschaft mit dem indischen Original Design Manufacturer Optiemus ein. Diese Kooperation soll in den kommenden drei Jahren Investitionen von über 100 Millionen US-Dollar generieren und mehr als 1.800 neue Arbeitsplätze schaffen. Wie die Unternehmensstruktur dieser Zusammenarbeit aussehen wird, ist derzeit noch unklar.
Indiens Bedeutung als operativer Hauptsitz ist durch den lokalen Smartphone-Markt begründet, in dem preisgünstige Geräte dominieren. Laut IDC entfallen mehr als 42 % der in Q2 2025 in Indien versandten Smartphones auf die Preiskategorie zwischen 100 und 200 US-Dollar. CMF konnte sich in diesem Segment erfolgreich etablieren und verzeichnete in diesem Zeitraum ein beeindruckendes Wachstum von 85 %.
CEO Carl Pei betont die Rolle Indiens bei der zukünftigen Entwicklung der globalen Smartphone-Industrie und sieht in der Partnerschaft mit Optiemus einen entscheidenden Meilenstein, um CMF zu einer global angesehenen Marke zu entwickeln. Diese strategische Entscheidung folgt der Verpflichtung von Himanshu Tondon von Xiaomis Ableger POCO, der als Vizepräsident die Geschäfte der Marke CMF leiten wird.
Abspaltungen von Marken sind in den letzten Jahren immer häufiger geworden, insbesondere bei chinesischen Unternehmen. Bekannte Beispiele umfassen Xiaomis POCO, Huaweis Honor und Oppos Realme.

