Noch keine Einigung: dbb fordert rasche Umsetzung des Tarifabschlusses für Bundesbeamte
Volker Geyer, als neuer Vorsitzender des dbb Beamtenbunds, richtet eine dringliche Aufforderung an Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Im Zentrum steht die zügige Übertragung des kürzlich geschlossenen Tarifabschlusses des öffentlichen Dienstes auf die nahezu 370.000 Bundesbeamtinnen und Bundesbeamte sowie Anwärter. Trotz des kürzlichen Besuchs von Dobrindt beim Bundeshauptvorstand der Gewerkschaft fehlt bislang die gesetzlich übliche Zusage der Regierung für diese Übertragung. Geyer unterstreicht den akuten Handlungsbedarf.
Im April einigten sich Gewerkschaften und Arbeitgeber nach langen Auseinandersetzungen und einem Schlichtungsverfahren auf eine Gehaltserhöhung für die Beschäftigten von Bund und Kommunen. Diese sieht eine zweistufige Anpassung vor: Ab 1. April 2025 sollen die Gehälter um drei Prozent, mindestens jedoch um 110 Euro monatlich steigen; die zweite Stufe folgt zum 1. Mai 2026 mit einem weiteren Anstieg von 2,8 Prozent. Gleichzeitig wird eine deutlich flexiblere Gestaltung der Arbeitszeiten angestrebt.
Geyer warnt eindringlich vor einer Nichterfüllung dieser Vereinbarung für die Beamten des Bundes. Ein solches Versäumnis würde nicht nur die bisherige Praxis brechen, sondern könnte auch als Vertrauensbruch gegenüber jenen empfunden werden, die tagtäglich zum Funktionieren des Staates beitragen.

