Nippon Steel und die Unebenheiten im Stahlgeschäft: Übernahme von U.S. Steel auf der Kippe
Die Aktien von U.S. Steel gerieten ins Straucheln, nachdem ein leitender Angestellter von Nippon Steel gegenüber der japanischen Zeitung Nikkei äußerte, dass die geplante Übernahme 'ein gewisses Maß an unternehmerischer Freiheit' benötige, um umgesetzt zu werden. Diese Äußerung folgt auf die Ankündigung von Ex-Präsident Donald Trump, der volle Kontrolle über den amerikanischen Stahlgiganten beanspruchen wolle.
Diese aktuellen Entwicklungen deuten darauf hin, dass die Verhandlungen über die Struktur der Übernahme weiterhin in vollem Gange sind. Sowohl Trump als auch der frühere Präsident Joe Biden hatten sich ursprünglich gegen den Deal ausgesprochen. Trump machte am Donnerstag deutlich, dass die USA eine 'goldene Aktie' an U.S. Steel halten werden und betonte, dass '51% des Unternehmens in amerikanischer Hand bleiben' müssen. Allerdings blieb er Details zur Struktur dieser Beteiligung schuldig.
Weder Nippon Steel noch U.S. Steel waren für Stellungnahmen sofort erreichbar. Gemeinsam mit der Trump-Administration hat Nippon Steel um eine Verlängerung von acht Tagen für eine Pause in einem Rechtsstreit gebeten, um mehr Zeit für eine Einigung zu gewinnen. Der im Dezember 2023 von Nippon Steel angekündigte 14,9 Milliarden Dollar Deal stößt auf Widerstand von US-amerikanischen Politikern und der United Steelworkers Gewerkschaft.
Die Verwirrung um Trumps widersprüchliche öffentliche Aussagen reicht von der bloßen Begrüßung eines Investments durch das japanische Unternehmen bis zu der Idee, teilweise Minderheitsbeteiligungen zuzulassen. Marktteilnehmer beobachteten am Freitag einen Rückgang der U.S. Steel-Aktien um etwa 4%, wobei sie im Jahresverlauf dennoch um rund 58% gestiegen sind.
Trump ließ im letzten Monat offen, ob er Nippon Steel tatsächlich die Mehrheitskontrolle an U.S. Steel ermöglichen würde.

