Niedriges Zinsniveau hält an - Bester Zeitpunkt um ein Haus zu kaufen oder zu bauen?

In den eigenen vier Wänden zu wohnen und zu leben ist für viele Menschen ein lang gehegter Traum. Ein Traum, der besonders im Jahre 2013 für viele in Erfüllung ging. Ein Grund hierfür war das sehr niedrige Zinsniveau für Haus- und Baufinanzierungen. Ähnliches spiegelt auch das noch junge 2014 wieder. Es scheint der beste Zeitpunkt zu sein, um ein Haus zu kaufen oder auch zu bauen.
Eine Entscheidung fürs Leben
Doch der Schein kann auch trügen. Probleme entstehen dadurch, dass sich viele Interessenten von den niedrigen Kreditzinsen blenden lassen. Viele sehen diesen Aspekt als einzig wichtigen an und überstürzen ihre Entscheidungen. Eine solch überstürzte Handlung kann zum Problem werden. Bedacht werden sollte hier immer, eine Hausfinanzierung ist keine Kleinigkeit. Eine Hausfinanzierung ist eine Entscheidung fürs Leben. Umso wichtiger, diese Entscheidung genau zu durchdenken und zu planen, günstige Zinssätze hin oder her. Experten rechnen in naher Zukunft nicht damit, dass die Zinssätze für Haus-oder Baufinanzierungen steigen werden. Also kein Grund zur Eile. In der Ruhe liegt die Kraft. Ein Grund mehr, sich die Entscheidung genau zu überlegen und nicht überstürzt zu handeln.
Möglichkeiten und Grenzen erkennen
Niedrige Zinssätze können natürlich verlockend sein. Man sollte jedoch nicht vergessen, eine Hausfinanzierung ist eine Lebensaufgabe, die es zu bewältigen gilt. Vielen ist nicht bewusst, was es heißt, monatlich eine Hausrate tragen und abbezahlen zu müssen. Trotz niedriger Zinsen eine schwere Aufgabe. Daher sollte vorab immer eine Einnahmen Überschussrechnung erstellt werden, um zu sehen, wie viel Haus kann ich mir leisten. Denn es nützt der niedrigste Zinssatz nichts, wenn sich die Kreditnehmer mit der Rate total übernommen haben. Denn nur so kann eine Haus- bzw. Baufinanzierung überhaupt funktionieren. Ebenso ist es ratsam, dass mindestens 20% Eigenkapital vorhanden sind. Ist dies nicht der Fall, könnte sich etwas Warten lohnen. Lieber noch etwas Eigenkapital ansparen und auf der sicheren Seite sein. Da die Zinssätze in nächster Zeit wohl nicht steigen werden, kein Grund zur Panik.
Angebote vergleichen
Viele Anbieter locken mit tollen Zinssätzen. Und meist sind es auch gute Angebote. In einer Niedrigzinsphase ist es für die Anbieter einfach, verlockende Angebote auszusprechen und anzubieten. Dennoch können kleinste Unterschiede von Anbieter zu Anbieter viel ausmachen. Ein Vergleich kann sich lohnen und auszahlen. Für Interessenten empfiehlt es sich, lieber etwas zu warten und etwas Zeit in einen Verglich zu investieren. Hier geht es meist um Summen, bei denen sich die Mühe lohnen kann. Auf vielen Internetportalen und Vergleichsseiten finde sich viele Hilfestellungen und Tipps, so auch bei Immobilienscout und anderen ähnlichen Anbietern.
Auf alle Details achten
Der Teufel steckt oft im Detail. Niedrige Zinsen sind verlockend und verleiten dazu, voreilig einen Vertrag zu unterschreiben, ohne einen zweiten Blick auf die sonstigen Konditionen zu werfen. Doch das ist wichtig, erst recht bei einer solchen Größenordnung von Finanzierungen. Es sollte sich die Frage stellen, ob noch weitere Kosten und Gebühren berechnet werden. Und auch, ob es ein Recht auf Sondertilgungen gibt. Besonders diese beiden Punkte können eine Hausfinanzierung stark beeinflussen. Nicht alleine der niedrige Zinssatz ist entscheidend, sondern das Gesamtpaket des Kredites muss stimmen und individuell passen. Sonst kann es passieren, dass trotz der guten Zinssätze, eine Finanzierung zu scheitern droht.
Fazit
Niedrige Zinsen sind eine verlockende Angelegenheit. Und natürlich ist es oft besser, in einer solchen Niedrigzinsphase ein Haus zu kaufen oder zu bauen. Dennoch sollte der Zinssatz niemals das einzige ausschlaggebende Kriterium sein. Die Entscheidung fürs eigene Haus, sie ist so enorm wichtig und sollte in jedem Fall gut durchdacht und geplant werden. Kurzfristige und überstürzte Entscheidungen sind hier fehl am Platz.

