Neuerliche Eskalation: Schwere Luftangriffe und Gegenoffensiven belasten Ostukraine
Infolge eines schweren Luftangriffs auf die ostukrainische Metropole Charkiw hat die angespannte Lage in der Ukraine einen erneuten Tiefpunkt erreicht. Lokale Behörden berichten von mindestens vier Todesopfern und sechs weiteren Verletzten. Oleh Synjehubow, der Militärgouverneur der Region, bestätigte diesen verheerenden Angriff, der nicht nur Charkiw, sondern auch Städte wie Kiew und Odessa erschütterte. Diese wurde Berichten zufolge mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern von russischer Seite angegriffen. Ein Vorort von Charkiw erlebte zusätzlich die Zerstörung eines Logistikzentrums des Postunternehmens Nowa Poschta. Die örtliche Staatsanwaltschaft beschuldigt das russische Militär eines Doppelschlags: Demnach wurde das Gebäude zunächst von einer Rakete erfasst, unmittelbar gefolgt von Drohnenangriffen auf die eintreffenden Feuerwehr- und Rettungskräfte.
Kiew leidet unter den Folgen der Luftangriffe mit temporären Stromausfällen. Die Stadtverwaltung sieht sich gezwungen, in der gesamten Hauptstadt den Strom notfallmäßig abzuschalten. Millionen von Menschen sind angehalten, bei eisigen Temperaturen ohne Strom, Heizung und Wasser zu überstehen, da die russischen Angriffe die Infrastruktur gezielt ins Visier nehmen.
In der Nacht zeigte die ukrainische Armee jedoch ebenfalls Kampfesmoral und ging in die Offensive, indem sie mehrere russische Orte mit Drohnen angriff. Die südrussische Region Rostow bestätigte einen Treffer auf ein Industrieobjekt in Taganrog, das sich laut russischen Kanälen mit der Reparatur von Flugzeugen und der Produktion von Drohnenteilen beschäftigt.

