Neuer Schwung für den Gazastreifen: Deutschland positioniert sich zu Trumps Friedensplan
Deutschland signalisiert seine Bereitschaft zur Unterstützung des von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagenen Friedensplans für den Gazastreifen. Außenminister Johann Wadephul erklärte, dass die Bundesregierung aktiv zur Umsetzung beitragen wolle, obwohl die sofortige Realisierung noch nicht absehbar sei.
Wadephul äußerte gegenüber der Funke Mediengruppe, es gäbe zahlreiche offene Fragen. Insbesondere die zukünftige Verwaltung des Gazastreifens, die Sicherstellung der Sicherheit, die Wiederherstellung humanitärer Versorgung sowie der Wiederaufbau stünden im Vordergrund der Diskussionen. Er erklärte den Prozess als langwierig und anspruchsvoll.
Trumps Plan beinhaltet den graduellen Abzug der israelischen Armee aus dem Gebiet. Eine Übergangsregierung palästinensischer Technokraten, überwacht von einem internationalen Gremium, soll die Verwaltung übernehmen. Wadephul betonte, dass Deutschland mit seiner Expertise maßgeblich zur Klärung operativer Fragen beitragen könne und bereits seine Unterstützung für den Wiederaufbau zugesagt habe.
Laut Wadephul herrscht seitens der arabischen Staaten starker Druck auf die Hamas, den Plan zu akzeptieren. Am Sonntag wird Wadephul nach Katar reisen, um Druck auszuüben und die historische Chance zu ergreifen, das Leiden aller Beteiligten zu beenden.

