Neue Zolldrohungen Trumps sorgen für Anleihen-Rallye
Die Ankündigung neuer Zolldrohungen seitens Donald Trump gegenüber China hat die Kurse der US-Staatsanleihen zum Wochenausklang beflügelt. Der Terminkontrakt auf zehnjährige Anleihen verzeichnete einen Anstieg von 0,51 Prozent und notierte bei 113,06 Punkten. Parallel dazu belief sich die Rendite der zehnjährigen Anleihe auf 4,07 Prozent. Donald Trump, der ehemalige US-Präsident, brachte darüber hinaus das geplante Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping während des Apec-Gipfels in Südkorea ins Wanken. Ursprünglich war ein Dialog vorgesehen, der nun aufgrund der Eskalation im Handelsstreit möglicherweise entfällt. Auf seiner Plattform Truth Social stieß Trump drohende Töne aus und warnte vor einer drastischen Erhöhung der Zölle auf chinesische Importe. Er verwies auf restriktive Exportkontrollen, die China jüngst auf seltene Erden implementiert hat und bezeichnete diese als „feindselig“. Die Aussicht auf einen eskalierenden Zollkonflikt könnte empfindliche Auswirkungen auf die amerikanische Wirtschaft haben.
Die Veröffentlichung der aktuellen US-Verbrauchervertrauensdaten am Nachmittag bot kaum Überraschungen. Das Konsumklima, erhoben von der Universität von Michigan, zeigte nur eine geringe Verschlechterung im Oktober, während Analysten von einem stärkeren Rückgang ausgegangen waren. „Im Großen und Ganzen bleibt die Wahrnehmung der Verbraucher gegenüber der Konjunktur nahezu unverändert“, erläuterte Joanne Hsu, die die Umfrage leitet. Kostensteigerungen und unsichere Beschäftigungsperspektiven beschäftigen die Verbraucher weiterhin vorrangig.

