Neue Vorschläge für Waffenruhe: Russland lädt Ukraine zu Gesprächen nach Istanbul ein
Die diplomatischen Bemühungen um eine Waffenruhe im anhaltenden Konflikt zwischen Russland und der Ukraine gelangen in eine neue Phase. Russland hat vorgeschlagen, die Gespräche in Istanbul fortzusetzen und plant, am kommenden Montag dem ukrainischen Verhandlungsteam ein detailliertes Memorandum vorzulegen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Tass, dass das Dokument umfassende Erklärungen zur Lösung der Krise enthalten soll.
Bei dem Treffen in Istanbul, das die ersten direkten Verhandlungen zwischen beiden Ländern seit Mai dieses Jahres darstellt, will Russland umfassend darlegen, wie die Grundursachen des Konflikts überwunden werden könnten. Der russische Verhandlungsführer Wladimir Medinski berichtete auf Telegram von einem Telefonat mit dem ukrainischen Verteidigungsminister Rustem Umjerow, in dem er den Ort und das Datum für den Austausch der Memoranda diskutierte.
Trotz des hartnäckigen Konfliktes, der von der Ukraine seit über drei Jahren mit Unterstützung westlicher Allianzen abgewehrt wird, konnten beide Seiten in der Vergangenheit wenig Fortschritte erzielen. Bei den letzten Gesprächen im Mai war lediglich der Austausch von 1000 Gefangenen auf beiden Seiten das greifbare Ergebnis. Die Ukraine hat kürzlich einen US-Vorschlag für eine 30-tägige Waffenruhe begrüßt, die als Grundlage für weitere Verhandlungen dienen könnte. Doch Russland hält an seinen Maximalforderungen fest, die eine vollständige Entwaffnung und Kontrolle der Ukraine beinhalten.

