Neue Spannungen im Gazastreifen: Israels Armee und Hamas rüsten auf
Trotz der aktuellen Waffenruhe im Gazastreifen plant die israelische Armee eine potenzielle neue Offensive gegen die islamistische Hamas. Berichte der "Times of Israel" und des "Wall Street Journal" weisen darauf hin, dass militärische Operationen bereits für März in der Stadt Gaza vorbereitet werden. Solche Maßnahmen sollen die Positionen der israelischen Streitkräfte über die "gelbe Linie" hinaus erweitern, um mehr Kontrolle über das Gebiet zu erlangen. Dies bedarf jedoch der Unterstützung der USA, die weiterhin die Waffenruhe in einen langfristigen Frieden überführen wollen.
Parallel dazu wird berichtet, dass die Hamas ihre eigenen Vorbereitungen trifft. Während sie sich bereit zeigt, schwere Waffen abzugeben, weigert sie sich, leichte Feuerwaffen niederzulegen. Berichten arabischer Beamter zufolge ist die Organisation in der Lage, ihre finanziellen Mittel zu nutzen, um Kämpfer zu bezahlen und weitere Rekrutierungen durchzuführen. Auch die Erneuerung ihrer Kommandostruktur und der Wiederaufbau von Tunnelsystemen scheinen im Gange zu sein.
Israel schätzt die militärischen Kapazitäten der Hamas auf rund 60.000 Gewehre und 20.000 Kämpfer. Trotz dieser Aufrüstung unterstützt Israel die Bemühungen des US-Präsidenten, einen Friedensplan zu verwirklichen, auch wenn die endgültige Entscheidung über militärische Schritte bei der politischen Führung im Land liegt.

