Neue Innovationsstrategie: Deutschland und Frankreich setzen auf europäische Start-ups
Deutschland und Frankreich bündeln ihre Kräfte, um aufstrebende Jungunternehmen innerhalb Europas zu halten und deren Abwanderung in die USA zu verhindern. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil betonte auf einer Veranstaltung in Berlin die Notwendigkeit, vorteilhaftere Rahmenbedingungen für junge Unternehmen zu schaffen. Gemeinsam mit dem französischen Finanzminister Roland Lescure sprach er über die wichtigen Schritte, die nötig sind, damit junge Unternehmen ausreichend Kapital in der EU finden und wachsen können.
Obwohl die EU der größte Binnenmarkt der Welt ist, bleibt sie hinter ihrem Potenzial zurück, erläuterte Klingbeil. Er unterstrich das starke "Start-up-Ökosystem" Europas, das jedoch selten bis in die Weltspitze vordringt. Dies müsse sich ändern, um innovative Unternehmen aus der EU zu globalen Champions zu entwickeln. Wesentlich sei dabei, Finanzierungsengpässe für wachstumsstarke und innovative Unternehmen zu schließen.
Ein von Experten erstellter Bericht schlägt konkrete Maßnahmen vor, darunter eine Reform der Altersvorsorgesysteme, um mehr Kapital für Innovationen freizusetzen. Zudem wird eine einheitliche EU-weite Unternehmensrechtsform vorgeschlagen. Dieser Bericht wurde vom ehemaligen Bundesfinanzminister Jörg Kukies und dem Ex-Gouverneur der französischen Notenbank, Christian Noyer, verfasst.

