Neue Eskalation im Gazastreifen: Zahl der Opfer steigt weiter
Israel zufolge sind gestern zahlreiche gezielte Angriffe im Gazastreifen erfolgreich gewesen. Jedoch sind nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde in nur 24 Stunden mindestens 165 Palästinenser getötet worden. Rund 290 weitere wurden verletzt. Dieser hohe Blutzoll lässt die Anzahl der Todesopfer seit Beginn des Krieges am 7. Oktober auf erschreckende mindestens 26.422 ansteigen, während mehr als 65.000 Menschen verletzt wurden. Es ist bisher nicht möglich, diese Zahlen unabhängig zu überprüfen.
Ein Sprecher der Gesundheitsbehörde äußerte, dass die Zahl der Toten vermutlich noch höher liegt, da viele von ihnen unter Trümmern begraben sind oder auf den Straßen liegen. Rettungskräfte und der Zivilschutz haben Schwierigkeiten, diese Menschen aufgrund der anhaltenden Kämpfe zu erreichen.
Besonders heftige Auseinandersetzungen finden im Bereich der Stadt Chan Junis im südlichen Teil des Gazastreifens statt. Nach israelischen Angaben vermutet man dort das Hauptquartier der islamistischen Hamas in einem unterirdischen Tunnelnetzwerk. Es besteht außerdem die Vermutung, dass hier Geiseln festgehalten werden.
Der Auslöser für diesen Krieg war das schlimmste Massaker in der Geschichte Israels, das am 7. Oktober von Terroristen der Hamas und anderer extremistischer Palästinenserorganisationen nahe der Grenze zum Gazastreifen verübt wurde. Infolge dieser Gewalttat sind auf israelischer Seite bisher 1.200 Menschen getötet worden.
Seit Beginn der israelischen Bodenoffensive Ende Oktober wurden nach Angaben des Militärs 221 Soldaten und Soldatinnen getötet, während mehr als 1.200 weitere verletzt wurden. Seit dem 7. Oktober sind somit insgesamt 557 Soldaten und Soldatinnen gefallen. (eulerpool-AFX)

