Nato-Treffen in Brüssel: Forderungen nach höheren Verteidigungsausgaben in der Diskussion
Die Außenminister der Nato-Staaten versammeln sich ab diesem Donnerstag zu einem zweitägigen Treffen im Brüsseler Hauptquartier des Verteidigungsbündnisses. Im Zentrum der Gespräche stehen die Bestrebungen der USA, die europäischen Partner zu einer signifikanten Erhöhung ihrer Verteidigungsausgaben zu bewegen.
Bereits im Februar hatte der amerikanische Verteidigungsminister Pete Hegseth die Erwartung der Vereinigten Staaten unterstrichen, dass die europäischen Bündnispartner in Zukunft fünf Prozent ihrer Wirtschaftsleistung in Verteidungsmaßnahmen investieren sollten. Diese Forderung geht mit der Ankündigung einher, dass die USA unter der Führung von Präsident Donald Trump ihre sicherheitspolitische Verantwortung in Europa reduzieren wollen.
Die laufenden Gespräche widmen sich der Frage, wie eine Verringerung des US-amerikanischen Engagements in Europa möglichst risikolos gestaltet werden kann. Im nächsten Nato-Gipfel, der im Juni in Den Haag stattfindet, sollen neue Zielvorgaben für Verteidigungsausgaben festgelegt werden.
Nato-Generalsekretär Mark Rutte erwartet, dass diese über drei Prozent liegen müssen. Für US-Außenminister Marco Rubio markiert dieses Treffen seinen ersten Auftritt seit Amtsantritt. Auch hochrangige Gäste, darunter der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha sowie Vertreter von Partnerstaaten wie Australien, Japan, Neuseeland und Südkorea, nehmen an den Sitzungen teil.
Annalena Baerbock, die geschäftsführende Außenministerin Deutschlands, wird ebenfalls vor Ort sein. Für die Grünen-Politikerin könnte dies das letzte Nato-Treffen vor einem Regierungswechsel sein.

