Nato-Gipfel in Den Haag: Ukraine hofft auf Verstärkung trotz Spannungen
Beim jüngsten Nato-Gipfel in Den Haag bemüht sich Generalsekretär Mark Rutte, die Sorgen der Ukraine über eine mögliche Abnahme der Unterstützung durch die Alliierten zu zerstreuen. Mit dem Auftakt des Treffens machte der niederländische Politiker deutlich, dass bedeutende Entscheidungen zur Unterstützung der Ukraine, die momentan gegen russische Aggressionen kämpft, auf dem Plan stehen.
Rutte begrüßte den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und erinnerte an die letztjährigen Beschlüsse in Washington, die der Ukraine eine unumkehrbare Perspektive auf eine Nato-Mitgliedschaft in Aussicht stellten. Präsident Selenskyj würdigte die Einladung und die Bestätigung der Richtung hin zur Nato-Mitgliedschaft.
Jedoch blieb die Erklärung der aktuellen Gipfelvorbereitung hinter ukrainischen Erwartungen zurück, da eine klare Erwähnung der Aufnahmeambitionen fehlte. Offenbar besteht aufgrund der Haltung von US-Präsident Donald Trump Widerstand, der möglicherweise darin begründet liegt, den Konflikt mit Russland durch Zugeständnisse lösen zu wollen. Diese könnten die Ukraine dazu zwingen, ihre Nato-Ambitionen zumindest temporär zurückzustellen.
Zudem war Selenskyj lediglich zu einem formellen Abendessen im Königsschloss eingeladen, während die Arbeitssitzungen ohne ihn geplant wurden. Diese Einschränkungen, ebenfalls auf Drängen der USA hin, führten dazu, dass keine klaren neuen Zusicherungen für militärische Unterstützung gegeben wurden.
Rutte beschwichtigte jedoch, indem er darauf verwies, dass bereits Unterstützung in ähnlichem Umfang wie im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht worden sei und dieser Betrag möglicherweise noch übertroffen würde. Besonders betonte er die Notwendigkeit, der Ukraine moderne Flugabwehrsysteme zur Verfügung zu stellen.

