Nach Kritik an Borderlands 4: CEO rastet aus und beleidigt jetzt offen PC-Spieler
Die Welt der Loot-Shooter hat ihren neuesten König gekrönt, doch der Thron von Borderlands 4 wackelt bereits bedenklich. Während der Titel auf Steam einen Raketenstart hinlegte, der selbst den Vorgänger in den Schatten stellte, mehrten sich aus dem PC-Lager die Stimmen, die von einer technischen Misere sprachen. Anstatt die Wogen zu glätten, griff Gearbox-CEO Randy Pitchford jedoch zum Brandbeschleuniger. Mit einer Reihe von provokanten Social-Media-Kommentaren hat er eine hitzige Debatte entfacht, die längst nicht mehr nur um Bildraten geht, sondern um den fundamentalen Respekt vor der eigenen Kundschaft.
Ein Triumph mit tiefen Rissen
Zunächst schien für den vierten Hauptteil der grellen Shooter-Saga alles nach Plan zu laufen. Es dauerte nur eine Stunde, bis Borderlands 4 über 140.000 gleichzeitige Spielende auf Steam versammelte – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 94.000, die der Vorgänger im selben Zeitraum erreichte. Doch während die Server glühten, begannen bei immer mehr PC-Nutzenden die Bildschirme zu stottern. Berichte über massive Performance-Probleme machten die Runde, selbst auf Systemen, die die Mindestanforderungen erfüllten. Spieler meldeten Bildraten von nur 30 bis 40 FPS, was den schnellen, chaotischen Kämpfen jegliche Freude nahm. Aus anfänglichem Murren wurde ein lauter Proteststurm, der schließlich den Kapitän des Gearbox-Schiffes auf den Plan rief.
Die Zündschnur brennt: „Zeig uns, wie es gemacht wird!“
Am 13. September nahm Randy Pitchford persönlich auf Twitter Stellung zu den Vorwürfen – und goss dabei literweise Öl ins Feuer. Auf die Kritik eines Nutzers an der mangelhaften Performance reagierte der CEO mit beißendem Sarkasmus. Er forderte den Spieler auf, doch einfach „seine eigene Engine zu programmieren“ und dem Entwicklerteam mal zu „zeigen, wie es richtig gemacht wird“. Damit unterstellte er dem Kritiker nicht nur Ahnungslosigkeit, sondern sprach dem gesamten Gearbox-Team indirekt jede Kompetenz ab. In einer anderen Antwort behauptete er, dass trotz des Lärms weniger als 0,01 % der Nutzer „gültige“ Kundenservice-Tickets eröffnet hätten. Eine Aussage, die viele als zynische Abwertung ihrer handfesten Probleme empfanden.
Ein Muster der Provokation
Diese Kommentare sind bei weitem nicht die ersten kontroversen Äußerungen des exzentrischen CEOs. Zuvor hatte er die Performance-Mängel auf dem PC bereits auf minderwertige Hardware geschoben und Borderlands 4 als „Premium-Spiel für Premium-Gamer“ bezeichnet. Obwohl die empfohlenen Systemspezifikationen tatsächlich beachtlich sind, berichten zahlreiche Nutzer, dass sie selbst mit potenter Hardware auf Schwierigkeiten stoßen. Dieser Vorfall reiht sich nahtlos in eine Historie von Brandreden ein. Schon vor der Veröffentlichung sorgte Pitchford für einen Aufschrei, als er meinte, „echte“ Borderlands-Fans würden auch 80 Dollar für das Spiel bezahlen. Obwohl Gearbox später einen Preis von 70 Dollar bestätigte, blieb ein bitterer Beigeschmack – ein Gefühl, das sich nun potenziert hat.
Borderlands 4
Borderlands 4 ist ein chaotischer Looter-Shooter, vollgepackt mit Milliarden Waffen, unglaublichen Feinden und heftiger Koop-Action. Entkomme einem gefährlichen versteckten Planeten als einer von vier Badass-Kammer-Jägern.

