Mysteriöser Immobilienverkauf: Europäische Kommission im Visier der Staatsanwaltschaft
Die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) hat ihre Ermittlungen gegen die Europäische Kommission aufgenommen, nachdem Details zum Verkauf von Immobilien an den belgischen Staat ans Licht kamen. Laut offiziellen Bestätigungen von Seiten der Europäischen Kommission kam es im Zuge der Untersuchung zu Razzien in den Büros der Kommission in Brüssel sowie bei der belgischen staatlichen Investmentgesellschaft SFPIM, die als Abwicklungsstelle für den umstrittenen Immobilienverkauf fungierte.
Der besagte Verkauf umfasste 23 Gebäude der Kommission und fand bereits 2024 statt. Damals wurde bekanntgegeben, dass der belgische Staatsfonds die Immobilien für 900 Millionen Euro erwerben würde, mit dem Ziel, das Europaviertel nachhaltig zu modernisieren. Der Verkauf, der aus einer öffentlichen Ausschreibung hervorgegangen war, gewann der belgische Staatsfonds, was damals als Schritt zur Reduzierung der Bürofläche der EU-Kommission um 25 Prozent bis zum Jahr 2030 angesehen wurde.
Die Europäische Kommission erklärte ihre Bereitschaft zur umfassenden Zusammenarbeit und betonte ihre Verpflichtung zu Transparenz und Rechenschaft. Ein Sprecher versicherte, der Verkauf sei gemäß aller vorgeschriebenen Verfahren abgelaufen und man habe kein Fehlverhalten zu befürchten. Auch die SFPIM ist zur vollumfänglichen Kooperation mit den Behörden bereit und unterstrich, dass der Geschäftsbetrieb unverändert weitergeführt werde.
Die EPPO hielt sich mit weiteren Details zur Untersuchung zurück, um deren Erfolg nicht zu gefährden. Sie verfolgt wie gewohnt das Ziel, Straftaten zum Nachteil der finanziellen Interessen der Europäischen Union aufzudecken und zu ahnden.

