Musk finanziert Republikaner trotz Bruch mit Trump – Rivalenpartei bleibt bislang Ankündigung
Trotz seines öffentlich ausgetragenen Zerwürfnisses mit US-Präsident Donald Trump bleibt Elon Musk einer der größten Einzelspender für republikanische Kandidaten. Am 27. Juni überwies der Tesla- und SpaceX-Chef jeweils fünf Millionen US-Dollar an zwei Super-PACs, die sich auf die Unterstützung republikanischer Bewerber für Senat und Repräsentantenhaus konzentrieren. Die Zahlungen erfolgten nur wenige Tage, bevor Musk öffentlich über die Gründung einer eigenen Partei spekulierte.
Dokumente der US-Wahlkommission zeigen, dass Musk damit im laufenden Halbjahr der mit Abstand größte Einzelspender für republikanische Kongresskampagnen war. Dies geschieht vor dem Hintergrund wachsender Spannungen mit dem Weißen Haus, die nicht nur zu einem Reputationsschaden, sondern auch zu wirtschaftlichen Risiken für Musks Unternehmen führten.
Insbesondere seine Nähe zur Trump-Regierung während der Leitung des umstrittenen „Department of Government Efficiency“ sorgte für Gegenwind bei Kunden und Investoren. Die von Musk kontrollierte „America PAC“ hatte zuletzt weniger als 200.000 US-Dollar in der Kasse – nach Ausgaben von rund 45 Millionen US-Dollar, unter anderem zur Unterstützung des unterlegenen konservativen Richters Brad Schimel in Wisconsin.
Noch im Mai hatte Musk angekündigt, seine politischen Spenden wegen zunehmender Kritik an seiner Rolle im Wahlkampf zu überdenken. Kurz darauf eskalierte der Konflikt mit Trump, nachdem Musk das Haushaltsgesetz der Regierung als „pork-filled“ bezeichnete und Spekulationen über Trumps Verbindung zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein erneut entfachte.
Trump konterte scharf, sprach von möglichen Vertragskündigungen mit SpaceX und Starlink – und ging so weit, über eine Ausweisung Musks nachzudenken. Am 5. Juli erklärte Musk daraufhin die Gründung der „America Party“ und kündigte an, künftig Gegner republikanischer Kandidaten zu unterstützen. Bisher fehlt jedoch jede konkrete Maßnahme zur Parteibildung – weder auf lokaler noch auf bundesweiter Ebene existieren Strukturen.
Zuletzt scheinen sich die Spannungen etwas abgekühlt zu haben. Trump erklärte jüngst, er wolle, dass Musks Unternehmen „erfolgreich bleiben“. Eine Stellungnahme von Musk zu den aktuellen Finanzierungsdetails blieb aus.

