MTU Aero Engines auf Höhenflug: Prognosen und Aufträge beflügeln Kurs
Der renommierte Triebwerksbauer MTU Aero Engines verzeichnet ein beeindruckendes Auftragsbuch und straft mit aufpolierten Prognosen die skeptischen Stimmen Lügen. Unter der neuen Führung von Johannes Bussmann, ehemals bei Lufthansa Technik, hebt das Unternehmen seine Gewinneinschätzungen für 2025 an, im Einklang mit den amerikanischen Partnern GE Aerospace und Pratt & Whitney, einer Tochter von RTX. Analysten zeigen sich begeistert, während die Aktie von MTU mit einem Plus von rund einem halben Prozent auf 379,20 Euro zu den Dax-Spitzenreitern zählt.
Eine verstärkte Nachfrage nach Ersatztriebwerken und Teilen im dritten Quartal von Juli bis September hat zum Aufschwung beigetragen. Das Unternehmen verzeichnete einen Umsatzsprung um zwölf Prozent auf über 2,1 Milliarden Euro, während der bereinigte operative Gewinn um fast 25% auf 339 Millionen Euro anstieg, ein Rekordergebnis, das die Erwartungen der Analysten deutlich übertraf. Trotz der Herausforderungen bleibt MTU gegenüber den ursprünglichen Gewinn- und Umsatzprognosen hoch optimistisch und strebt einen Umsatz zwischen 8,6 und 8,8 Milliarden Euro an.
MTU, Partner bei der Herstellung von Antrieben für Airbus und Boeing, sowie für militärische Projekte wie Eurofighter und A400M, hat von der Verzögerung bei der Auslieferung neuer Flugzeuge profitiert. Während Wartungsaufträge für ältere Modelle zunehmen, belastet ein Rückrufprogramm für den Getriebefan-Antrieb, resultierend aus einem Produktionsfehler bei Pratt & Whitney, die Bilanzen schwer. Geschäftsführerin Katja Garcia Vila versichert jedoch, dass die langsamen Wartungsprozesse nun beschleunigt werden und die negativen Folgen der Handelspolitik unter Donald Trump weniger schwer ausfallen als befürchtet.
Trotz eines Rückgangs im Auftragsbestand von 28,7 auf 24,1 Milliarden Euro, der auf Wechselkurseffekte zurückzuführen ist, bleibt das Unternehmen zuversichtlich. Besonders erfreulich für MTU ist der jüngste Großauftrag über 20 Eurofighter-Jets durch die deutsche Regierung, der die Lieferung der zugehörigen Triebwerke einschließt.

