Mossad deckt iranische Netzwerkstrukturen auf: Verhinderten Anschläge in Deutschland und weltweit
Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad hat die Identität eines mutmaßlichen Hauptakteurs hinter gescheiterten Angriffen in Deutschland und weiteren Ländern aufgedeckt. Es handelt sich um einen hochrangigen Vertreter der iranischen Revolutionsgarden, wie das Büro des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu bekanntgab.
Seit den jüngsten Ereignissen in Israel im Oktober hat der Iran offenbar seine Anstrengungen verstärkt, jüdische und israelische Objekte weltweit ins Visier zu nehmen, so der Vorwurf aus Israel. Berichten zufolge ist es Mossad gelungen, beabsichtigte Attacken in Ländern wie Deutschland, Griechenland und Australien zu durchkreuzen.
Im Zentrum dieser Aufdeckungen steht Sardar Amar, ein hochrangiger Kommandeur der Revolutionsgarden. Er soll für die Schaffung eines Schlagsystems verantwortlich sein, das speziell auf israelische und jüdische Interessen ausgerichtet ist.
Diese Aktivitäten führten international zu Festnahmen und diplomatischen Spannungen mit Teheran. Bereits im Sommer war bekannt geworden, dass im Auftrag des iranischen Aufklärungsdienstes Personen in Berlin ausgespäht wurden.
Ein 53-jähriger Mann mit afghanischen Wurzeln wurde in Dänemark festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, gezielt Informationen über jüdische Einrichtungen in Berlin gesammelt zu haben, möglicherweise als Vorbereitung für Angriffe.
Während die iranische Regierung die Anschuldigungen vehement abwies, reagierte das deutsche Außenministerium entschieden und rief den iranischen Botschafter ein.

