Morphosys plant Kapitalerhöhung zur Sicherstellung des Mittelbedarfs im kommenden Jahr
Das in Planegg bei München ansässige Unternehmen Morphosys, ein führender Wirkstoffforscher, plant eine Kapitalerhöhung, um den Mittelbedarf im kommenden Jahr zu decken. Wie das Unternehmen am späten Mittwochabend mitteilte, sollen bis zu 3,4 Millionen neue Aktien ausgegeben werden. Hintergrund dieser Maßnahme ist ein Liquiditätsbedarf von rund 250 Millionen Euro bis zum Jahr 2024, der auch zusätzliche geplante Kostensenkungsmaßnahmen beinhaltet.
Die Erlöse aus der Kapitalerhöhung sollen vor allem für die laufende klinische Entwicklung wichtiger Produktkandidaten verwendet werden, um eine behördliche Zulassung zu erreichen. Darunter fällt auch die Beschleunigung der Vorbereitungen zur Markteinführung des Hoffnungsträgers Pelabresib als Erstbehandlung von Myelofibrose.
Die Festsetzung des Platzierungspreises erfolgt im Rahmen eines beschleunigten Platzierungsverfahrens. Basierend auf dem aktuellen Kurs von knapp 35 Euro pro Aktie könnten die 3,4 Millionen Aktien brutto fast 120 Millionen Euro einbringen. Bei Kapitalerhöhungen müssen Unternehmen jedoch üblicherweise Abschläge in Kauf nehmen.
Diese Kapitalerhöhung ist ein strategischer Schritt für Morphosys, um die finanziellen Ressourcen zu sichern und die weitere Entwicklung wichtiger Produktkandidaten voranzutreiben. Das Unternehmen ist optimistisch, dass die Investitionen in die klinische Entwicklung der Behördenzulassung und Markteinführung zugutekommen und somit langfristig Erfolg bringen werden. (eulerpool-AFX)

