Migrationsdruck auf der EU nimmt ab: Frontex-Zahlen zeigen deutlichen Rückgang
Die jüngsten Daten der EU-Grenzschutzbehörde Frontex legen nahe, dass 2025 ein Wendepunkt für irreguläre Grenzübertritte in die Europäische Union war. Die Gesamtzahl sank im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Viertel auf knapp 178.000 registrierte Versuche, was den niedrigsten Stand seit 2021 markiert. Frontex sieht darin eine 'bemerkenswerte Entwicklung', betont jedoch, dass die Risiken an den EU-Außengrenzen nicht verschwunden sind. Eine intensive Zusammenarbeit mit internationalen Partnern habe wesentlich zu diesem positiven Trend beigetragen, erklärte Frontex-Direktor Hans Leijtens.
Die EU-Kommission reklamiert die Entwicklungen teilweise für sich und nennt stärkere Außengrenzen sowie erfolgreiche internationale Partnerschaften als Schlüsselfaktoren. Laut Magnus Brunner, dem EU-Migrationskommissar, seien dadurch weniger Menschen in Gefahr oder Missbrauch ausgesetzt. Vor allem auf der westafrikanischen Route, der Westbalkanroute und den östlichen EU-Grenzen zu Belarus verzeichnete Frontex signifikante Rückgänge bei den irregulären Grenzübertritten.
Besonders häufig traf Frontex in 2025 irreguläre Migranten aus Ägypten, Bangladesch und Afghanistan an. Der zentrale Mittelmeerraum bleibt der Hauptschauplatz der Migration, wobei die Strecke von Libyen nach Italien im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert blieb. Auf der Route über das östliche Mittelmeer wurde ein Rückgang um 27 Prozent verzeichnet, wenngleich die Anzahl der Übertritte vom Osten Libyens zur griechischen Insel Kreta stark zugenommen hat, was die variable Natur der Migrationsrouten verdeutlicht.
Erwartungsgemäß stiegen die Überfahrten über die westliche Mittelmeerroute von Algerien nach Spanien um 14 Prozent. Im Gegensatz dazu gab es eine leichte Verringerung der Ausreisen nach Großbritannien über den Ärmelkanal, mit einem Rückgang der Versuche um 3 Prozent.

