Mietwucher im Visier: Bundesbauministerin drängt auf striktere Regulierungen
Die Bundesbauministerin Verena Hubertz von der SPD nimmt den Mietsprung durch indexgebundene und möblierte Wohnungen ins Visier. In einem Gespräch mit den Funke-Medien betonte Hubertz, dass neben dem Wohnungsbau auch faire Mietregeln dringend notwendig seien. Die vor wenigen Monaten beschlossene Verlängerung der Mietpreisbremse bis 2029 erachtet sie nicht als ausreichend.
Besondere Kritik übt Hubertz an möblierten Wohnungen, die von der Mietpreisbremse ausgenommen sind. Sie bemängelt, dass durch das einfache Platzieren von Möbeln die Mietpreise auf das Vierfache ansteigen könnten. Solche Praktiken seien in Städten keine Seltenheit und es gelte, hier entgegenzusteuern.
Indexmieten, die sich jährlich an den Verbraucherpreisindex anpassen, stehen ebenfalls im Fokus. Hubertz warnt vor den Folgen, die solch rapide Mietsteigerungen – wie in der jüngsten Energiepreiskrise – mit sich bringen. Eine eigens eingesetzte Expertenkommission soll nun das Mietrecht und damit verbundene Probleme unter die Lupe nehmen und Lösungsansätze erarbeiten.

