Meta setzt auf Künstliche Intelligenz und streicht Stellen bei Reality Labs
Der Technologiekonzern Meta hat angekündigt, den Schwerpunkt stärker auf den Bereich der Künstlichen Intelligenz zu legen und in diesem Zuge rund zehn Prozent der Arbeitsplätze im verlustreichen Geschäftsbereich Reality Labs abzubauen. Diese Entscheidung betrifft mehr als 1.000 Mitarbeiter, wie von einem Unternehmenssprecher bestätigt wurde. Im Zuge dieser Ankündigung fiel der Aktienkurs des Unternehmens am Dienstag um über zwei Prozent. Die Verluste der Reality Labs sind seit Jahren ein Thema: Allein in den ersten drei Quartalen des letzten Jahres belief sich das operative Minus auf über 13 Milliarden US-Dollar, während die Einnahmen lediglich 1,2 Milliarden US-Dollar betrugen.
Bereits häufig hatten Analysten in den Quartalskonferenzen bei CEO Mark Zuckerberg nachgefragt, ob nicht Einsparungen nötig seien. Dennoch hielt Zuckerberg daran fest, so die potenzielle Zukunft des Unternehmens nicht aufs Spiel zu setzen. Trotz der Probleme im operativen Geschäft gibt es Lichtblicke. Besonders vielversprechend sind Metas hightech Brillengestelle, die mit Kamera, Mikrofon und Lautsprecher ausgestattet sind und dabei wie herkömmliche Brillen wirken. Diese sollen mittels KI den Nutzern nützliche Umgebungskontexte bereitstellen. Das neueste Modell besitzt sogar ein kleines Display zur Informationseinblendung. Bloomberg berichtet, dass die Nachfrage nach diesen Hightech-Brillen so gestiegen ist, dass Meta eine Verdopplung der Produktionskapazitäten in Zusammenarbeit mit dem europäischen Partner EssilorLuxottica plant. Ab Ende des Jahres könnten dann 20 Millionen Brillen oder mehr produziert werden, so Quellen, die mit dem Vorhaben vertraut sind.

