Meta setzt auf KI: Spardruck bei Reality Labs führt zu Jobabbau
Der Technologiegigant Meta plant, seinen Fokus auf Künstliche Intelligenz zu verstärken und hat angekündigt, rund zehn Prozent der Stellen in seiner verlustreichen Sparte Reality Labs zu streichen. Der Schritt könnte als Antwort auf den hohen operativen Verlust der Sparte gesehen werden, die einst als Zukunftshoffnung des Unternehmens galt.
Reality Labs verzeichnete allein in den ersten neun Monaten des Vorjahres einen operativen Verlust von über 13 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatz von lediglich 1,2 Milliarden US-Dollar. Diese Diskrepanz belastet das Geschäft schon länger, sodass Analysten bei Quartalsgesprächen mit Konzernchef Mark Zuckerberg wiederholt den Verbleib der Sparte in Frage stellten. Zuckerberg argumentierte jedoch, dass Meta das zukünftige Potenzial nicht gefährden wolle.
Nichtsdestotrotz zeigte sich in den vergangenen Monaten ein differenziertes Bild innerhalb der Reality Labs: Bestimmte Bereiche verzeichneten mehr Erfolg als andere. Besonders hervorgetan haben sich Brillengestelle, die durch Kamera, Mikrofon und Lautsprecher herkömmlichen Modellen nachempfunden sind. Laut Zuckerberg sollen diese Technologien durch Künstliche Intelligenz den Nutzern einen kontextuellen Rahmen bieten. Die hinzugefügte KI-Komponente erlaubt es der Software, das Umfeld der Nutzer zu erfassen und diese Informationen sichtbar zu machen, indem zum Beispiel bei einem neuen Modell ein kleines Display in eines der Brillengläser integriert wurde.

