Merz warnt vor Eskalation in Gaza: „Sicherheit Israels bleibt deutsche Staatsraison“
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz zeigt sich besorgt über die jüngsten militärischen Entwicklungen im Gazastreifen. Er erklärte, die Bundesregierung stehe in engem Austausch mit Israel und fordere die Zulassung humanitärer Hilfe sowie die Sicherstellung der Ernährungssicherheit für die dortige Bevölkerung. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Finnlands Ministerpräsident Petteri Orpo in Turku äußerte sich Merz zwar kritisch, bewahrt aber vorerst Stillschweigen über konkrete politische Reaktionen.
In Bezug auf einen möglichen Lieferstopp deutscher Waffen nach Israel verweist Merz auf laufende interne Konsultationen der Bundesregierung. Es sei wichtig, den Dialog mit Israel fortzuführen und konstruktiv Unterstützung anzubieten. Die Entscheidungen über Art und Umfang der Hilfe seien noch nicht abgeschlossen und würden gegebenenfalls nicht einer breiteren Öffentlichkeit mitgeteilt werden.
Merz betonte zugleich, dass Sicherheit und Schutz Israels als Teil der deutschen Staatsraison unumstößlich seien. Die Hamas müsse umgehend die Geiseln freilassen und ihre Waffen niederlegen. Dennoch äußerte er tiefes Mitgefühl mit der Zivilbevölkerung im Gazastreifen, die massiv unter der aktuellen militärischen Eskalation leidet.

