Merz begrüßt Selenskyj: Ein neuer Kurs in der europäischen Ukraine-Politik
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte es in der Vergangenheit nicht immer leicht mit den deutschen Regierungschefs. Unter Angela Merkel fühlte er sich oft nicht ernst genommen, und Olaf Scholz erwies sich als distanzierter Partner. Doch nun zeichnet sich ein Wandel ab: Friedrich Merz, der kürzlich zum Kanzler aufgestiegen ist, empfängt den ukrainischen Staatsgast aus Kiew mit offenen Armen.
In nur drei Wochen hat sich Merz zu einem zentralen Ansprechpartner der Ukraine unter den europäischen Führungspersönlichkeiten entwickelt. In einem klaren Signal der Unterstützung plant er, die Ukraine mit weiteren Waffenlieferungen zu unterstützen. Im Fokus stehen insbesondere die Taurus-Raketen, deren Lieferung unter Scholz noch mit Skepsis betrachtet wurde. Merz scheint entschlossen, diese Strategie zu ändern und der bedrängten Ukraine verstärkt den Rücken zu stärken.
Allerdings bleibt die Frage, ob diese neue militärische Unterstützung den gewünschten Effekt erzielen wird. Frühere Waffenlieferungen wie Leopard-Panzer und Panzerhaubitzen schafften es nicht, einen entscheidenden Durchbruch gegen die russischen Kräfte zu erzielen. Die Gefahr eines erneuten zähen Konflikts, der sich über Jahre hinziehen könnte, bleibt bestehen. Ein solches Szenario könnte für Deutschland und Europa zunehmend schwerer vermittelbar werden.

