Merkel wehrt sich gegen Vertuschungsvorwürfe zu Corona-Geheimdiensterkenntnissen
Die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht sich mit Vorwürfen konfrontiert, ihr politisches Handeln während der Corona-Pandemie sei von Vertuschung geprägt gewesen. In einem Kommentar gegenüber dem 'Tagesspiegel' wies Merkels Sprecherin die Anschuldigungen vehement zurück.
Der Vorwurf bezieht sich auf den Umgang mit Informationen des Bundesnachrichtendienstes (BND), die möglicherweise bereits im Jahr 2020 vorlagen und das Labor in Wuhan als wahrscheinlichen Ursprung des Coronavirus identifizierten. Medienberichte, unter anderem von der 'Süddeutschen Zeitung' und 'Zeit', behaupten, dass das Kanzleramt unter Merkels Leitung Kenntnis von diesen geheimdienstlichen Erkenntnissen hatte.
Trotz dieser Informationen soll beschlossen worden sein, die Einschätzung nicht öffentlich zu machen. Auch die 'Neue Zürcher Zeitung' hat über diesen Sachverhalt berichtet.
Das Büro der ehemaligen Kanzlerin verwies darauf, dass die Klärung solcher Fragen durch das Bundeskanzleramt erfolgen muss, da dort die entsprechenden amtlichen Dokumente veraktet sind. Die gegenwärtige Bundesregierung hat die Berichterstattung aufgenommen, äußert sich aber nicht zu geheimdienstlichen Erkenntnissen und verweist auf die Unterrichtung durch geheim tagende Gremien des Bundestages.

