Mega-Lohnplus für Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes der Länder: Sonderzahlungen und 5,5 Prozent mehr Gehalt
Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder können sich freuen: Nach langen Verhandlungen einigten sich die Gewerkschaften und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) am Samstag auf eine satte Lohnerhöhung von 5,5 Prozent. Zudem werden den Mitarbeitern Sonderzahlungen gewährt.
Die Inflationsausgleichszahlungen, die den Beschäftigten zugutekommen, belaufen sich auf insgesamt 3000 Euro. Davon werden im Dezember dieses Jahres 1800 Euro ausbezahlt. Ab Januar 2024 erhalten die Mitarbeiter monatlich 120 Euro bis einschließlich Oktober. Ab November 2024 steigen die Einkommen dann um einen Sockelbetrag von 200 Euro. Im Februar 2025 folgt eine weitere Gehaltserhöhung von 5,5 Prozent. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 25 Monaten und endet im Oktober 2025.
Die Länder müssen für diese Vereinbarungen mit Mehrkosten in Höhe von 23,9 Milliarden Euro rechnen. Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD), der als Verhandlungsführer der Länder auftrat, bezeichnete das Ergebnis als "insgesamt herausfordernd", betonte jedoch, dass es im Rahmen der Haushaltsplanung umsetzbar sei.
Verdi-Chef Frank Werneke zeigte sich zufrieden mit dem Abschluss: "Insgesamt ist das ein Ergebnis, mit dem die Beschäftigten der Länder Anschluss halten." Er betonte, dass die Mitarbeiter diesen Erfolg mit ihren wochenlangen Warnstreiks an Hochschulen, Unikliniken und anderen staatlichen Einrichtungen selbst erkämpft hätten. Ulrich Silberbach, der Vorsitzende des Beamtenbundes dbb, zeigte sich erleichtert, dass nun keine "Erzwingungsstreiks" nötig seien.
Der Tarifabschluss entspricht dem Ergebnis für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen vom April dieses Jahres. Er soll auch auf die Beamtinnen und Beamte übertragen werden, was mehr als drei Millionen Beschäftigte betrifft.
Auch Auszubildende und Praktikanten profitieren von dem Tarifabschluss: Sie erhalten im Dezember einen Inflationsausgleich in Form von 1000 Euro. Die Ausbildungsentgelte steigen ab November 2024 um 100 Euro und später noch einmal um weitere 50 Euro. (eulerpool-AFX)

