Maschinenbau unter Druck: Zusatzzölle belasten EU-Exporte in die USA
Die Einfuhren von Maschinen aus der EU in die USA geraten zunehmend unter Druck durch zusätzliche Zölle auf Stahl und Aluminium. Diese haben laut dem Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau eine Höhe von 50 Prozent und wirken sich auf immer mehr Produkte aus. Aktuell sollen bereits 30 Prozent der Maschinenexporte aus der EU betroffen sein, darunter technische Großgeräte wie Motoren, Pumpen, Industrieroboter sowie land- und baumaschinelle Ausstattungen.
Branchenexperten schlagen Alarm, denn für viele Unternehmen bedeutet das amerikanische Geschäft möglicherweise das Aus. Oliver Richtberg, Spezialist für Außenwirtschaft beim Verband, argumentiert, dass der aktuellen Zollvereinbarung zwischen der EU und den USA vom vergangenen Juli die Wirksamkeit fehle. Zwar wurde ein pauschaler Zollsatz von 15 Prozent vereinbart, doch die Ausnahmeregelung für Stahl und Aluminium unterminiere diese Vereinfachung entscheidend.
In dieser Angelegenheit hat der Verband bereits in einem Brief an Ursula von der Leyen, Präsidentin der EU-Kommission, dringende Nachverhandlungen gefordert. Die bestehenden Regelungen erweisen sich, so Richtberg, als unzureichend und erfordern eine Neubetrachtung, um die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Maschinenbaus auf dem US-Markt zu sichern. Der Fortbestand zahlreicher Exportgeschäfte steht auf dem Spiel, und die Branche erwartet daher ein rasches Handeln der politischen Instanzen.

