Martin Blessing soll Deutschland zum Investment-Magneten machen
Die Bundesregierung hat beschlossen, den erfahrenen Manager Martin Blessing ins Rennen um ausländische Investitionen zu schicken. Blessing, einst Chef der Commerzbank und tief in der internationalen Finanzwelt verwurzelt, soll als Vertreter des Bundeskanzlers helfen, Deutschland als attraktiveren Standort für Unternehmensinvestitionen zu gestalten.
Dabei wird er keine Vergütung erhalten, was ihm den Spitznamen 'Ein-Euro-Mann' eingebracht hat. Deutschland hat seit 2022 mit rückläufigen Direktinvestitionen zu kämpfen, was das Wirtschaftswachstum bremst und Arbeitsplätze gefährdet. Bürokratie, hohe Energiekosten und steuerliche Belastungen gelten als Hindernisse.
Die Bundesregierung antwortet mit einer Mischung aus Gesetzesänderungen und dem verstärkten Bemühen, ausländische Kapitalgeber direkt anzusprechen. Blessings Aufgabe wird es sein, sein umfassendes Netzwerk zu nutzen, um Brücken zu potenziellen Investoren zu bauen.
Mit der Initiative sollen keine zusätzlichen Kosten anfallen, auch ein umfangreicher Mitarbeiterstab ist nicht eingeplant. Dies steht im Kontrast zu früheren Versprechungen von Kanzler Friedrich Merz, die Zahl der Regierungsbeauftragten zu reduzieren.
Dennoch hat Blessing sich bereit erklärt, ehrenamtlich für die bundeseigenen Interessen tätig zu werden. Sein Engagement soll auch durch eine Investorenkonferenz im nächsten Jahr unterstützt werden. Blessing stammt aus einer prominenten Bankerfamilie und hat eine bemerkenswerte Karriere hinter sich. Nach seiner Zeit bei der Commerzbank war er in leitenden Positionen bei der UBS tätig und sitzt seit 2022 im Verwaltungsrat der Danske Bank. Diese gesammelten Erfahrungen und Verbindungen wird er nun für den Standort Deutschland nutzen.

