Lyten übernimmt Northvolt-Standort in Schleswig-Holstein: Pläne für die Zukunft
Der insolvente schwedische Batteriehersteller Northvolt wird seine Baustelle in Heide, Schleswig-Holstein, einem neuen Besitzer überlassen. Lyten, ein US-amerikanisches Technologieunternehmen, plant, die Entwicklung weiter voranzutreiben. Dan Cook, CEO von Lyten, lobte die bereits geschaffenen Strukturen und die vorteilhafte Verfügbarkeit erneuerbarer Energien.
In einem konstruktiven Gespräch mit der Landesregierung unterstrich Ministerpräsident Daniel Günther die Bedeutung des Vorhabens und bekräftigte die Unterstützung des Landes. Schleswig-Holstein sieht in der Partnerschaft mit einem technologieaffinen Unternehmen wie Lyten zahlreiche Chancen.
Lyten hat angekündigt, Northvolts Fertigungsinfrastruktur zu übernehmen und einen stufenweisen Ausbau zu initiieren, der sowohl auf bestehender Technologie, als auch auf innovativen Ansätzen basiert. Ziel ist es, ein breites Anwendungsspektrum von E-Mobilität bis zu Energiespeichern abzudecken und die bestehende Nachfrage nach sauberen Energiesystemen zu bedienen.
Noch bleibt die Frage der Finanzierung offen. Die bisherigen staatlichen Bürgschaften betrafen sowohl das Land als auch den Bund. Lyten bleibt offen für EU-Förderungen, legt jedoch großen Wert darauf, langfristig auf private Finanzierung zu setzen. Claus Ruhe Madsen, Wirtschaftsminister in Schleswig-Holstein, sieht hierin ein positives Signal.
Derweil betont die SPD, dass erste Produktionsaktivitäten noch nicht im Automobilsektor liegen werden. Auch der FDP-Politiker Bernd Buchholz sieht Potenzial in Lytens Innovationsansatz, gibt jedoch zu bedenken, wie die finanziellen Ressourcen bereitgestellt werden können.
Zuvor galt Northvolt als Hoffnungsträger der europäischen Batterieindustrie, musste jedoch finanziellen Rückschlägen, wie der Rücknahme eines Milliardenauftrags durch BMW, entgegenwirken. Dies führte letztendlich zur Insolvenzeinreichung im März.

