Litauen prangert an: Forderung nach härteren EU-Sanktionen gegen Russland
Litauens Präsident Gitanas Nauseda fordert inmitten des andauernden russischen Angriffskrieges auf die Ukraine verstärkte EU-Sanktionen gegen Moskau. Im litauischen Fernsehen äußerte er, dass Wladimir Putin die weltweite Gemeinschaft gegen sich aufbrächte und wesentlich strengere Strafmaßnahmen verdiene, als sie derzeit verhängt würden.
Nauseda betonte, dass das 17. Sanktionspaket lediglich als Vorstufe diene und erwarte ein weiteres, das mit der Wirkung eines Molotowcocktails vergleichbar sei. Bereits in der Vorwoche hatte die Europäische Union neue Sanktionen gegen Russland verabschiedet. Dieses 17. Sanktionspaket verschärft unter anderem das Vorgehen gegen die sogenannte russische Schattenflotte, die für den Transport von Ölprodukten genutzt wird.
Ein zukünftiges 18. Paket sei bereits in Entwicklung, während Litauen weiterhin zu den vehementesten Unterstützern der Ukraine zählt. Russland, das in den letzten Tagen vermehrt Luftangriffe auf die Ukraine durchgeführt hat, steht nicht nur in Litauen unter Kritik. Auch der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat Moskau für diese Aktionen verurteilt und den russischen Präsidenten als "absolut verrückt" bezeichnet.
Nauseda unterstützte diese starken Worte und erklärte, dass eine solche Einschätzung für Litauen seit Langem offenkundig sei. Der ukrainische Widerstand gegen die russische Invasion hält seit 2022 unvermindert an.

