Liquiditätsknappheit im Repo-Markt belastet Banken zur Quartalswende
Ein deutlicher Anstieg bei Übernacht-Repurchase-Vereinbarungen setzt Banken, die als Vermittler für kurzzeitige Kredite in US-Staatswertpapieren fungieren, zunehmend unter Druck. Dies könnte zum Ende jeden Quartals und Jahres erhebliche Finanzierungsprobleme auslösen.
Der Repo-Markt ermöglicht Banken eine schnelle und kostengünstige Kreditaufnahme bei Liquiditätsbedarf und minimiert dabei das Risiko. Hedgefonds und Finanzinstitute an der Wall Street verlassen sich auf diesen etwa vier Billionen Dollar schweren Markt zur täglichen Finanzierung. Eine Störung könnte sie zwingen, ihre Bestände an Wertpapieren zu reduzieren.
Diese Transaktionen, die Effizienz durch Mobilisierung günstigerer und tieferer Finanzierungen versprechen, haben in ihrem Umfang zugenommen - ein Trend, der durch populärer werdende Handelsstrategien verstärkt wird. Primäre Händler jedoch zögern, ihre Kapitalreserven aufzustocken, um mehr Transaktionen abzuwickeln.
Am Ende des dritten Quartals sprang der gesicherte Übernacht-Finanzierungssatz (SOFR) auf 13 Basispunkte über den effektiven Federal Funds Rate von 4,83%. Analysten befürchten, dass dies ein systemisches Problem werden könnte, das mehr Volatilität im Overnight-Markt schafft und kurzfristige Zinssätze hoch hält.
Marktbeobachter wie Lou Crandall von Wrightson ICAP betonen, dass die Intermediation der Händler momentan unzureichend ist, um die Nachfrage zu bedienen. Jan Nevruzi von TD Securities weist darauf hin, dass der Rückzug der Händler während solcher Perioden Probleme verursacht. Die Handelsstrategie 'Basis-Trades', die Differenz zwischen Bar-Treasuries und Futures nutzt, trägt ebenfalls zur Steigerung des Repo-Volumens bei.
Insgesamt zeigen sich deutliche Marktreaktionen auf Änderungen in der Liquiditätsverfügbarkeit und auf Belastungen der Bilanzen primärer Händler. Dies führt dazu, dass viele lieber ihr Kapital als Reserve zu höheren Zinssätzen bei der Fed parken, anstatt es an Hedgefonds zu verleihen.

