Lennar unter Inflationsdruck: Gewinnrückgang im dritten Quartal und verhaltener Ausblick
Der zweitgrößte US-amerikanische Wohnungsbauer Lennar vermeldete einen dramatischen Gewinneinbruch von 46% im dritten Quartal und prognostiziert zudem für das vierte Quartal eine Hauslieferung, die unter den Erwartungen von Wall Street liegt. Diese Entwicklung ist vor dem Hintergrund anhaltender Inflation und deren negativen Einfluss auf die Nachfrage nach Wohnraum zu sehen. Der Kurs der Lennar-Aktie sank im nachbörslichen Handel um 4,4%.
Herausforderende Marktbedingungen, darunter erhöhte Zinssätze und Erschwinglichkeitsprobleme, belasten schon seit einigen Quartalen die Rentabilität der US-Wohnungsbauer. Obwohl die Renditen von Staatsanleihen am Mittwoch trotz einer Zinssenkung stiegen und somit die Verluste aus dem Juni wettmachten, hätte ein Rückgang der Renditen die Hypothekenkonditionen verbessern und somit die Erschwinglichkeit steigern können.
Experten von BofA Securities wiesen am Donnerstag darauf hin, dass die Zinssenkung der Fed den Wohnungsmarkt kurzfristig kaum beeinflussen wird, da die entsprechenden Anpassungen bei den Aktienkursen der Bauunternehmen und den Hypothekenzinsen bereits nach der Ankündigung im Juni eingeflossen sind. Zusätzlich leidet Lennar unter Druck auf die Gewinnmargen, hervorgerufen durch Anreize wie den Aufkauf von Hypothekenzinsen und Kostenanpassungen in einem schwächer werdenden Wohnungsmarkt.
Trotz der aktuellen Herausforderungen plant das Unternehmen nicht, von Zöllen betroffen zu werden, und möchte den Fokus auf die Verbesserung der Margen legen, wie Stuart Miller, Co-CEO und Vorstandsvorsitzender von Lennar, CNBC mitteilte. Für das vierte Quartal erwartet Lennar Hauslieferungen in der Spanne von 22.000 bis 23.000 Einheiten; dies liegt unterhalb der Analystenschätzungen von über 25.000 Einheiten, die auf LSEG-Daten basieren.
Im dritten Quartal belief sich der Gewinn auf 2,29 USD je Aktie, verglichen mit 4,26 USD je Aktie im Vorjahreszeitraum. Die Einnahmen für das zum 31. August beendete Quartal sanken um 8,7% auf 8,25 Milliarden USD und blieben damit unter den Erwartungen der Analysten von 9 Milliarden USD.

