Leichte Verluste bei deutschen Staatsanleihen trotz Spannung im Nahen Osten
Der deutsche Anleihemarkt zeigt sich zum Ende der Woche leicht schwächer. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future notierte am Freitagmorgen mit einem minimalen Rückgang um 0,01 Prozent und lag bei 128,21 Punkten. Zeitgleich verharrte die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe bei 2,84 Prozent.
Im geopolitischen Umfeld bleibt die Lage angespannt, da die Vereinigten Staaten möglicherweise einen militärischen Schlag gegen den Iran in Erwägung ziehen. Unterstrichen wird diese Befürchtung durch die jüngsten Äußerungen des US-Außenministers Marco Rubio, der Iran vor Angriffen auf amerikanische Stützpunkte warnte und einen Präventivschlag nicht ausschloss. Diese Unsicherheiten könnten die Risikoaversion an den internationalen Märkten weiter verstärken.
Auf der wirtschaftlichen Seite rücken zum Wochenende hin diverse Konjunkturdaten in den Vordergrund. Besonders im Fokus stehen die Verbraucherpreise aus Deutschland, die nach Einschätzung der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) im Januar leicht gestiegen sein könnten. Dies sei möglicherweise auch auf Sondereffekte wie die Erhöhung des CO2-Preises zurückzuführen. Eine Überschreitung der zwei Prozent Inflation, dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB), wird zwar erwartet, soll jedoch keine geldpolitischen Folgen nach sich ziehen. Die jüngste Euro-Stärke könnte zudem die Inflation leicht dämpfen.

