Lanxess verabschiedet sich von Envalior-Anteilen: Milliarden-Deal mit Advent
Der Kölner Chemiekonzern Lanxess plant die Veräußerung seiner gesamten Anteile am Joint Venture Envalior an seinen Partner, eine von der Beteiligungsgesellschaft Advent geführte Einheit. Das geplante Geschäft würde einen Basis-Kaufpreis von rund 1,2 Milliarden Euro einbringen, was den Aktienwert von Lanxess um beachtliche neun Prozent nach oben katapultierte.
Lanxess hatte sich bereits vor mehr als zwei Jahren bei der Gründung von Envalior ein Andienungsrecht gesichert und beabsichtigt nun, dieses in Anspruch zu nehmen. Die endgültige Entscheidung über das Ausmaß und den Vollzug des Anteilsverkaufs wird bis spätestens März 2026 erwartet.
Unter der Bedingung der Finanzierbarkeit ist Advent verpflichtet, entweder die gesamten 40,94 Prozent von Lanxess oder mindestens die Hälfte davon zu erwerben. Ob Anpassungen des Kaufpreises notwendig werden, hängt von der operativen Performance (Ebitda) von Envalior ab. Sollte Advent die Anteile nicht erwerben, könnte Lanxess nach dem 1. April 2028 den Verkauf von mindestens der Hälfte der Anteile durchsetzen, wobei dann die Finanzierungsvorbehalte wegfallen.
Envalior, ein Spezialanbieter von technischen Hochleistungswerkstoffen, wurde im Frühjahr 2023 gegründet und ist aus der Fusion des DSM-Segments Engineering Materials mit Lanxess High Performance Materials hervorgegangen. Bereits zum Zeitpunkt der Gründung erhielt Lanxess eine Zahlung von 1,3 Milliarden Euro.

