Lachlan Murdoch festigt Einfluss innerhalb der Murdoch-Dynastie: Eine neue Ära bei Fox
Der neu gefestigte CEO von Fox Corp., Lachlan Murdoch, hat die Stärke und Stabilität des Medienunternehmens hervorgehoben, nachdem er die Kontrolle über das Imperium seiner Familie übernommen hat. Dies geschah im Rahmen eines kurzgehaltenen Auftritts auf der Goldman Sachs Communacopia + Technology-Konferenz, der aufgrund von Murdochs verspäteter Ankunft in San Francisco auf lediglich zehn Minuten verkürzt wurde. Der Auftritt erfolgte nach einer 3,3-Milliarden-Dollar-Einigung in einem Erbfolgekonflikt der Murdoch-Familie, der Lachlan die Führung überließ.
In den kommenden Wochen werden die Anteile der Familie an News Corp. und Fox von Rupert Murdoch auf Lachlan übergehen, wodurch seine Position als einflussreicher Medienmogul gesichert wird. Als Vorsitzender von News Corp. sitzt Lachlan an der Spitze einer Verlagsgruppe, zu der unter anderem das Wall Street Journal, die New York Post und die Times of London gehören. Die Einigung wurde nach intensiven Verhandlungen mit den anderen Murdoch-Nachkommen erreicht.
Drei seiner Geschwister - Prudence MacLeod, Elisabeth Murdoch und James Murdoch - einigten sich darauf, ihre Anteile abzugeben und sich künftig nicht mehr in die Unternehmen einzumischen, dafür erhielten sie jeweils 1,1 Milliarden Dollar. Analysten erwarten keine signifikanten Änderungen bei Fox, insbesondere nicht bei Fox News. Die Strategie wird sich voraussichtlich weiter auf Sport und Fox News konzentrieren und gleichzeitig die Streaming-Dienste vorantreiben.
Murdoch äußerte sich positiv über den Start des neuen Streaming-Dienstes Fox One, der im nächsten Monat als Teil eines Streaming-Bündels mit ESPN angeboten wird. Der 54-jährige Lachlan Murdoch lenkt Fox seit 2019, nachdem sein Vater die Mehrheit der Unterhaltungswerte an die Walt Disney Company verkauft hatte. Mittels dieser Transaktion wurde der Nachfolgeweg für Lachlan vereinfacht und gleichzeitig erhielten die Murdoch-Kinder eine Auszahlung von rund zwei Milliarden Dollar.
Fox setzt auf eine konservative Ausrichtung seiner Medien, die Rupert Murdoch auch in Abwesenheit gesichert sehen will. Der Markt reagierte jedoch mit einem Kursrückgang von etwa acht Prozent, seit Montag die Einigung bekannt gegeben wurde.

