Kupferinnovation: Amazon setzt auf technologischen Fortschritt in Arizona
In Arizona zeichnet sich ein neuer Aufschwung in der Kupferproduktion ab, der nicht zuletzt durch die strategische Allianz von Amazon mit der Johnson Camp Mine vorangetrieben wird. Die Nutzung innovativer Technologien ermöglicht eine rentable Wiederinbetriebnahme auch von Minen mit niedrigem Erzgehalt. Amazon schloss einen bedeutenden Abnahmevertrag mit der in Arizona gelegenen Mine, die in den kommenden vier Jahren insgesamt 14.000 Tonnen Kupferkathoden an Amazon Web Services liefern soll. Beachtenswert ist, dass die Johnson Camp Mine, die von Gunnison Copper betrieben wird, die erste neue Kupferquelle in den USA seit über zehn Jahren darstellt.
Unterstützt wird der Betrieb durch eine Kooperation mit Nuton LLC, einer Tochter von Rio Tinto, die auf revolutionäre Kupferabbauverfahren spezialisiert ist. Nutons Verfahren kombiniert den Einsatz von Bakterien und Säure, um Kupfer aus minderwertigen Erzlagerstätten zu gewinnen, die traditionell als unrentabel galten. Dieses Verfahren verbraucht laut Unternehmensangaben 80% weniger Wasser und reduziert die CO2-Emissionen um bis zu 60%.
Seit der Markteinführung von Nuton-Kupfer im Jahr 2026 gilt dieses als umweltfreundliche Alternative für die Kupferproduktion. Der Amazon-Deal ist mehr als nur ein Geschäft – er markiert einen Wendepunkt in der Kupferindustrie und demonstriert, wie technologische Innovationen in Verbindung mit digitaler Optimierung die US-Lieferketten stärken können. Amazon unterstützt diese Entwicklung durch cloudbasierte Datenservices zur Optimierung der Nuton-Bioleaching-Technologie.
Langfristig plant Nuton, seine Erfolgstechnologie auch auf andere nordamerikanische Minen mit vergleichbaren Eigenschaften auszudehnen. Dabei bleibt der Fokus auf der nachhaltigen und kosteneffizienten Wertschöpfung aus bislang unprofitablen Ressourcen. Diese dynamische Entwicklung in der Kupferproduktion verdeutlicht, dass US-Technologieriesen zunehmend in nachhaltige und lokale Lösungen investieren, um den Rohstoffbedarf der Zukunft zu decken. Neben der Johnson Camp Mine gehört auch die geplante Inbetriebnahme der Santa Cruz Mine durch Ivanhoe Electric zu diesen zukunftsweisenden Projekten.

